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Bisamberg |
Marktgemeinde Bisamberg, Hauptstrasse 2, 2102 Bisamberg
Tel. 02262/62000 Fax 02262/62000-30
E-Mail: bisamberg@bisamberg.at
Die Marktgemeinde Bisamberg mit dem Ortsteil Klein-Engersdorf liegt ca. 5 km nordöstlich von Wien in einer Seehöhe
von 190 m am linken Donauufer und ist über die Bundesstraße B3 bzw. die Autobahn A22 (Ausfahrt Korneuburg)
leicht erreichbar.
Die ursprünglich ländliche Gemeinde ist vor allem durch seine Weine weit über die regionalen Grenzen hinweg bekannt geworden. Die Weinbaugebiete der Marktgemeinde Bisamberg sind wohl schon seit den Tagen des römischen Kaisers Probus klassischer Boden. Wein aus Bisamberg wurde - wie urkundlich nachgewiesen - bereits beim Wiener Kongress (1814-1815) getrunken. In unseren Tagen kann sich der Interessierte bei der jährlich, jeweils am Sonntag nach dem Aschermittwoch, stattfindenden BISAMBERGER WEINKOST von den edlen Produkten der Bisamberger und Klein-Engersdorfer Hauerschaft überzeugen.
Durch die Nähe der Großstadt Wien ist Bisamberg mittlerweile zu einem beliebten Wohn- und Ausflugsort im näheren Einzugsgebiet der Bundeshauptstadt Wien geworden. Die Gemeindeverwaltung ist sehr bemüht, den dörflichen Charakter zu erhalten und zu erhalten und zu unterstreichen. Besonders im Dorfkern sind diese Bestrebungen unverkennbar. Dort wurde auch der zum Schloss Bisamberg gehörige ALTE SCHÜTTKASTEN von der Gemeinde angekauft und zu einer modernen Mehrzweckhalle umgebaut. In dieser neuen Schloss-Veranstaltungshalle finden laufend Bälle, Konzerte, Theateraufführungen, Ausstellungen, Familien- und Firmenfeiern (Hochzeitstafeln), Betriebsveranstaltungen, Seminare, Kongresse, aber auch kirchliche Feiern statt. Dieses Schmuckstück der Gemeinde gestattet auch die klaglose Abwicklung von Großveranstaltungen bei Schlechtwetter.
Besucher von Bisamberg sollten auf jeden Fall die Kirche und den historisch wertvollen Kreuzweg besichtigen. Die Kirche soll 1294 erbaut worden sein. Sie besteht aus einem dreijochigen romanischen Langhaus mit einem anschließenden quadratischen Altarraum, der durch einen spätgotischen Chorraum mit Netzgewölbe und Spitzbogenfenstern erweitert wurde. Im 17.Jhdt. erhielt das Langhaus ein Tonnengewölbe mit Gurten. 1736/37 entstand die barocke Westfassade mit dem heutigen Kuppelturm.
Der BISAMBERGER KREUZWEG stammt aus dem Jahr 1691 und weicht von den üblichen 14 Stationen des Leidensweges Christi ab. Jede seiner Stationen ist durch Bibelstellen belegt. Er beginnt mit dem "Abschied von der Mutter" und schließt mit der "Kreuzigung" ab. Der Kreuzweg ist der "Heiligen Stiege" in Rom nachempfunden. Die lebensgroßen Sandsteinfiguren sind eine Mischung früher barocker Formen mit gotischen Zügen. Sie sind ein Werk unbekannter heimischer Künstler.
Im Ortsteil Klein-Engersdorf sind die St.Veits-Kirche an der Gemeindegrenze zu Hagenbrunn und der Pfarrhof im Ortszentrum sehenswert. Die Entstehung der Kirche dürfte im Anfang des 11.Jhdts. liegen. 1440 erfolgte eine Erweiterung des Gotteshauses, 1772 wurden der Turm und das Langhaus völlig neu erbaut.
Der im Jahre 1727 nach einem Brand errichtete Pfarrhof im Ortszentrum ist einer der schönsten Schottenpfarrhöfe und kommt in seiner Anlage einem Herrensitz gleich. Er wurde früher von den Äbten des Schottenstiftes in Wien auch als Sommerresidenz verwendet.