Historisches

 

Klosterneuburg



Die Sage, dass der Babenberger Leopold III. genau an jener Stelle eine Stiftskirche erbauen ließ, an der man den verlorenen Brautschleier seiner Frau Agnes fand, entspringt der Phantasie der Geschichte.
Tatsache aber ist, dass die beiden nach der Hochzeit im Jahre 1106 ihre Residenz in Klosterneuburg aufschlagen und der Ort, der bereits in der Jungsteinzeit besiedelt wurde
und auch schon ein römisches Kastell beherbergte, dadurch eine blühende Entwicklung nimmt und ebenso ist geschichtlich belegt,
dass im Jahre 1114 der Grundstein für den Bau der Stiftskirche gelegt wird.

1133 übergibt Leopopld III. das Kloster an die Augustiner Chorherren. Sie können die Besitztümer erheblich ausdehnen und erlagen hohes Ansehen bei König und Papst.

Als Leopold III. 1485 heiliggesprochen wird, entwickelt wird, entwickelt sich Klosterneuburg zum beliebten Wallfahrtsort.

Im 18. Jahrhundert erreicht die Bedeutung des Klosters einen der Höhepunkte.
Die österreichischen Kaiser wollen es zu einer gewaltigen Klosterresidenz nach dem Vorbild des spanischen Escorial erweitern.
Der sogenannte "Kaiserbau" soll weltliche und religiöse Macht verschmelzen, bleibt allerdings unvollendet.

Im 20. Jahrhundert erlangt Pius Parsch (1884 - 1954), als Begründer der Volksliturgie und als Herausgeber der bedeutenden "Klosterneuburger Messtexte" weltweite Berühmtheit und ist damit wohl der bekannteste Chorherr des Stiftes.

Die beiden Weltkriege übersteht das Stift trotz Enteignung und zeitweiliger Aufhebung relativ unbeschadet.
Nach 1945 müssen die Wirtschaftsbetriebe neu aufgebaut werden, was schnell gelingt.
Das Stiftsweingut wird modernisiert und erweitert, sodass die Chorherren Klosterneuburg heute zu den größten Weingutbesitzern Österreichs zählen.



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