Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel
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Nationalpark
Wie man sich den Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel erwandert
Wir gehen davon aus, dass Sie für eine Wanderung in einer Bewahrungszone nicht nur Fernglas oder
Spektiv,
Wanderkarten und Bestimmungsbuch, sondern auch wenigstens drei, vier Stunden Zeit im Gepäck
haben. Falls Sie
bei der Planung Ihres Ausflugs Fragen haben, wenden Sie sich an die Informationsstelle des Nationalparks (02175/3442)
Inder Bewahrungszone selbst, ist einer der Gebietsbetreuer Ihr Ansprechpartner. Generell
gilt, dass das Verlassen
bestehender Wege verboten ist. Beachten sie bitte auch die Fahrverbotsschilder auf den meisten Seitenwegen.
IM FRÜHLING
...sollte man in jeder Bewahrungszone unterwegs sein, um nicht zu versäumen, dass es täglich Neues
zu beobachten gibt. Neben den Wasserflächen der Lacken sind jetzt auch die unter Wasser stehenden Feuchtwiesen
ornithologisch ergiebige Wanderziele.
Zitzmannsdorfer Wiesen
Da der Radweg am seeseitigen Rand des Gebietes wenig Ruhe zum Beobachten bietet,
empfiehlt sich zum Kennenlernen der
vielfältigen Fauna und Flora der sogenannte "Mitterweg", ausgehend vom ersten Seitenweg der Landstrasse nach dem
Ortsrand von Weiden/See (Richtung Gols). Radfahren ist auf diesem Weg nicht gestattet.
ILLMITZ-HÖLLE
Der Ausgangspunkt für eine Wanderung ist leicht zu finden - der Gasthof Sattler in der "Hölle",
mit dem
Auto erreichbar über den Güterweg, der von der Bushaltestelle ca.4 km südlich von
Podersdorf/See
rechts abzweigt. Beginnend mit dem Oberen Stinkersee kann man hier in Richtung Süden eine Reihe von Wasser-
Vogelschutzgebieten erreichen. Je nach Sonnenstand wandern Sie zuerst am Ostrand oder im
See-Vorgelände
bis zur Zicklacke.
LANGE LACKE/APETLON
An der Landstraße von Apetlon, Richtung- Wallern liegt rechts ein Parkplatz. Von dort wandern Sie am Rund-
Wanderweg der Langen Lacke zum Südstrand der Wörthenlacken, wo Sie sicher mehrere interessante
Stellen zum Beobachten der Vogelwelt finden. Am Ostrand der Langen Lacke zeigt der WWF im EMCO-Seewinkelhof eine
ausführliche Dokumentation über dieses Gebiet.
WAASEN-HANSAG
Ab der Ortsmitte von Tadten ist der Güterweg zum Schutzgebiet der Großtrappe beschildert. Die Trasse
der Dammstraße erlaubt ungehinderte Sicht auf weite Wiesen, am rechten Straßenrand steht ein
Beobachtungsturm. Auch von Andau aus, kann diese Bewahrungszone mit dem Auto erreicht werden.
IM SOMMER...
...ist die beste Zeit für Beobachtungswanderungen natürlich auf den Morgen und den Spätnachmittag
beschränkt. Einige Lacken sind im Hochsommer ausgetrocknet, weiße Flächen zeigen den Salzgehalt
des Lacken-Bodens an.
ILLMITZ-HÖLLE
Der Untere Stinkersee Hält von allen Lacken des Seewinkels sein Wasser am Längsten. Von der Zicklacke
(Seestraße) kommend erreicht man die Westseite dieser Lacke über den Güterweg nach Norden. Vom
Wegrand aus, lassen sich hier auch im Hochsommer verschiedene Durchzügler beobachten.
LANGE LACKE/APETLON
Während der vergangenen Jahre war die Lange Lacke im Hochsommer meist ausgetrocknet, die Wörthenlacke
hingegen eignet sich auch zu dieser Jahreszeit als Wanderziel. Diese ist vom Güterweg Apetlon-Frauenkirchen
oder vom Parkplatz an der Straße nach Wallern erreichbar.
SANDECK-NEUDEGG
Dieses Gebiet südlich der beiden Orte Apetlon und Illmitz gilt als Puffer zur gesperrten Naturzone. Eine
Wanderung kann von Apetloner Seite (einer der Güterwege oder von der Seestraße Illmitz (beim Wäldchen
nach links) beginnen. Vor allem in der Dämmerung können hier die großen Vögel des
Schilfgürtels
im Flug beobachtet werden.
IM HERBST...
...machen moderate Temperaturen wieder längere Wanderungen auch während der Tagesmitte interessant. Von Ende
August bis Mitte Oktober dauert die Weinlese im Seewinkel. Holen Sie sich doch einen zusätzlichen Wandertip von
den Weinlesern!
AN ALLEN WASSERFÜHRENDEN LACKEN, BZW. IM SEEBEREICH
In den Morgenstunden brechen die Gänse von ihren Schlafplätzen am Wasser zu den Äsungsflächen auf und
kehren in der Dämmerung zurück. Umgekehrt verhalten sich die Enten, die meist am Morgen auf den
Wasserflächen einfallen.
IM WINTER...
...laden viele windstille Tage zu Wanderungen ein. Das gesamte Ostufer des Neusiedler Sees von Weiden bis zum Sandeck
kann entlang des Seedamms erwandert werden. Am Sandeck und südlich des Apetloner Hofs stehen zwei ehemalige
ungarische Grenztürme, die einen hervorragenden Ausblick auf die Naturzone des Nationalparks erlaubt.