Das schönste Dorf Österreichs?

Das schönste Dorf Österreichs?

Alpbach war der Ort, an dem ich vor fast 40 Jahren im Familienurlaub Skifahren gelernt habe. Ich erinnere mich sehr gut an Kiefernberge, ein hübsches Dorf mit niedrigen Holzchalets und einen T-Bar entlang des Kindergartenhangs.

Und bis letzten Sommer war ich seitdem nicht mehr zurück.

So war es eine ergreifende Reise in die Vergangenheit, als ich mit einer eigenen Familie ankam und meine Kinder (Maisie, sechs, und Imogen, fünf) in ihren ersten Sommerferien in die Berge brachte. Alpbach, im westösterreichischen Bundesland Tirol gelegen, ist bei den Briten seit langem ein beliebtes Skigebiet.

Generationen von Familien kommen immer wieder zurück, angezogen von der atemberaubenden Landschaft, dem schönen Dorf und dem herzlichen Tiroler Empfang.

Nicht viele Briten halten es für eine Sommerdestination, aber es ist noch schöner.

Alpbach wurde von einem nationalen Fernsehsender zum schönsten Dorf Österreichs gekrönt, was vor allem einem strengen Planungsgesetz zu verdanken ist, das für alle Neubauten ein traditionelles Flachdach aus Holz und verzierte Balkone mit rubinroten Weihnachtssternen vorsieht.

Trotz seines Tourismusbooms bleibt es authentisch; es gibt mehr als 100 Bauernhöfe in der Gegend, was bedeutet, dass Sie Ziegen, Kühe und Traktoren genauso sehen werden wie andere Wanderer und Biker.

Wir wohnten im neu renovierten Kinderhotel Galtenberg am Ortsrand. Auf den ersten Blick ist es ein typisches Holz- und Steingebäude, bis man die riesige gestreifte Wasserrutsche sieht.

Die Kinder trauten ihren Augen nicht und das Rutschen war ihr Lieblingsteil des Urlaubs.

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Kinderhotels sind ein eigentümliches österreichisches Konzept, eine Art Mini-All-Inclusive Center Parcs, und der Galtenberg ist ein absolutes Paradies für Kinder. Maisie spricht immer noch über ihren elektronischen Armbandzimmerschlüssel und Imogen träumt von der DIY Mr. Whippy Eismaschine.

Ein beaufsichtigter Kinderclub läuft jeden Tag. Maisie liebte die 30 Fuß hohe Kletterwand, während Imogen sich in ein kleines Shetlandpony namens Leo verliebte, das sie die meisten Tage ritt.

Der Kinderclub bietet Eltern die Möglichkeit, an kostenlosen geführten Wanderungen und Mountainbiketouren teilzunehmen, oder extra für Rafting, Paragliding oder die Erkundung des Dorfes auf einem Segway zu bezahlen.

Dieses Konzept war zu bizarr, um es zu verpassen, so dass wir eines Nachmittags Helme anzogen und unsere ersten provisorischen Wendungen machten. Es fühlte sich ziemlich lächerlich an, war aber in der Tat eine wunderbare Art zu erforschen.

Wir fuhren eine der Nebenstraßen hinauf, überquerten den Berghang oberhalb des Hotels, passierten viele arbeitende Kuhfarmen, bevor wir durch das Dorf zurückkehrten und atemberaubende Chalets einnahmen.

Das Zentrum des Dorfes selbst ist klein, ein paar Straßen mit blumengeschmückten Holzhäusern und eine Barockkirche mit ihrem markanten Tiroler Kirchturm, eingebettet zwischen Wäldern und schrägen, grünen Sommerweiden.

Es gibt auch viele andere Möglichkeiten, die umliegenden Berge zu erkunden.

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Alle Hotelgäste erhalten eine Alpbachtal-Galtenberg-Karte, die bis zu 50 Prozent Ermäßigung auf viele Attraktionen und freien Zugang zu den umliegenden Seilbahnen und Gondeln bietet.

Eines Tages machten wir eine Familienwanderung von der Wiedersbergerhorngondel aus, pflückten Alpenblumen und hörten das leise Klingeln der Kuhglocken, als wir die Hochebene entlang gingen.

An einem anderen Tag fuhren wir 20 Minuten, um das weitläufige Tiroler Bauernmuseum zu erkunden, eine wunderbare Sammlung alter Bauernhöfe, die aus ganz Tirol stammen und sorgfältig wieder aufgebaut wurden.

In jedem Haus gab es Beispiele für alte Werkzeuge und Küchengeräte sowie interaktive Videos, die das Leben in einem Bauernhaus aus dem 18.

Wir aßen in einem nahegelegenen Restaurant namens Kaiserhaus zu Mittag, einem wunderbar romantischen, mit Blumen geschmückten Altbau. Die Kinder machten Appetit auf dem hauseigenen Mini-Abenteuerparcours, der sich durch die Bäume schlängelte und schwang.

Wir sahen von der Sonnenterrasse aus mit einem knackigen Glas Grüner Veltliner in der Hand zu, als es mir dämmerte, dass ich jetzt im Sommer wie als Kind auf Alpbach süchtig bin, wie vor all den Wintern.

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